Joan Miró (1893 - 1983)
Eine grundlegende Wandlung der Bildsprache in Werken von Miró, der in der Sammlung Rosengart mit drei Werken präsent ist, vollzog sich Anfang der 1920er Jahre.
Der Künstler entfernte sich von der gegenständlichen Sehweise und entwickelte eine eigenständige, aus Zeichen, Symbolen und Linien bestehende Bildsprache, die allerdings konkrete Parallelen zur wirklichen Welt hat, wie in "Danseuse II / Tänzerin II" (1925).
Auch in "Etude pour le cheval de cirque / Zirkusstudie" (1926) finden wir eine äusserst knapp formulierte, dennoch entzifferbare Bildsprache vor.
In den Kriegsjahren, in einer Phase äusserster Konzentration und Zurückgezogenheit entstanden ausschliesslich Arbeiten auf Papier, darunter auch die ungewöhnlich grossformatige Gouache "Femmes, oiseau, étoiles / Frauen, Vogel, Sterne" (1942).