Stiftung und Stifterin
Die Stiftung
Die Stiftung Rosengart wurde 1992 von Frau Angela Rosengart gegründet. Ihr Zweck ist, die der Stiftung von der Stifterin überlassenen Bilder zu erhalten und dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wenn möglich in der Stadt Luzern.
Die Stiftung hat einen siebenköpfigen Stiftungsrat, deren Präsidentin Frau Angela Rosengart ist.
Die Stiftungsaufsicht wurde vom Eidgenössischen Departement des Innern übernommen.
Die Stifterin
Stifterin der Stiftung Rosengart ist die Kunsthändlerin Angela Rosengart, geboren 1932 in Luzern, wohnhaft in Luzern.
Angela Rosengart ist seit 1948 aktive Kunsthändlerin, zuerst als Angestellte im väterlichen Geschäft, ab 1957 als Teilhaberin und Co-Geschäftsführerin neben ihrem Vater Siegfried Rosengart. 1985 starb Siegfried Rosengart; seither führt Angela Rosengart das Geschäft allein.
1978 schenkten Siegfried und Angela Rosengart der Stadt Luzern aus Anlass der Feier 800 Jahre Luzern acht Werke von Picasso, sieben Gemälde und eine Skulptur. Diese Donation Rosengart ist seither mehrmals bereichert worden und bildet heute das Picasso-Museum an der Furrengasse in Luzern, wo neben vielen anderen Sehenswürdigkeiten auch über 200 grossformatige und sehr eindrückliche Picasso-Fotografien von David Douglas Duncan ausgestellt sind.
Angela Rosengart ist eine kulturell breit interessierte und hochgebildete Frau. Ihre Muttersprache ist deutsch; sie spricht aber auch französisch und englisch annähernd wie ihre Muttersprache. Einer ihrer Lieblingsautoren ist Shakespeare, den sie am liebsten in der Originalsprache des 16. Jahrhunderts liest. Sie hat eine Passion fürs Theater, liebt Musik und machte und macht noch immer unzählige Kulturreisen.
In ihrem Beruf als Kunsthändlerin hat sie sich auf die Klassische Moderne spezialisiert. Mit mehreren Künstlern dieser Stilrichtung war sie persönlich befreundet, so vor allem auch mit Pablo Picasso. Picasso seinerseits hat Angela Rosengart nicht weniger als fünfmal portraitiert.
Angela Rosengart ist auch nach der Errichtung der Stiftung Rosengart aktive Kunsthändlerin geblieben. Sie ist nach wie vor an allen namhaften Kunstauktionen in London und New York persönlich anwesend und betreut weltweit noch immer einen grossen Kreis von Privatkunden.
Die Sammlung Rosengart
Die Sammlung Rosengart war ursprünglich die private Kunstsammlung von Vater Siegfried und Tochter Angela Rosengart. Als ganze Sammlung wurde sie der Öffentlichkeit nie zugänglich gemacht. Einzelne Werke daraus wurden allerdings immer wieder an grosse Ausstellungen ausgeliehen.
Die Sammlung besteht aus weit über 200 Werken von 23 verschiedenen Künstlern der sogenannten Klassischen Moderne. Darunter finden sich über 100 Werke von Paul Klee und gegen 50 Werke von Pablo Picasso. Weitere in der Sammlung vertretene Künstler sind (in alphabetischer Reihenfolge) Bonnard, Braque, Cézanne, Chagall, Dufy, Kandinsky, Laurens, Léger, Marini, Matisse, Miró, Modigliani, Monet, Pissarro, Renoir, Rouault, Seurat, Signac, Soutine, Utrillo und Vuillard.
Medien
Für Medienschaffende stehen verschiedene Texte zur Sammlung Rosengart von Angela Rosengart selber und von weiteren Kunstsachverständigen zur Verfügung (deutsch, französisch und englisch).
Im Hinblick auf die Eröffnung der Sammlung Rosengart am 26. März 2002 erscheinen für Medienschaffende und weitere interessierte Fachkreise drei Newsletters (alle verfügbar in deutsch, französisch und englisch). Diese können bei der Geschäftsstelle der Stiftung Rosengart bestellt werden.
Bis zur Eröffnung der Sammlung Rosengart am 26. März 2001 wird auch ein umfassender Katalog der Sammlung vorliegen.